Die inverse Schulterprothese

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Wer ist betroffen?

Patienten mit irreparabel geschädigten Sehnen der Rotatorenmanschette können - bei entsprechendem Leidensdruck - mit einer inversen Schulterprothese versorgt werden. Ziele der Implantation sind die Schmerzreduktion und die Verbesserung der Beweglichkeit.

Ursachen

Das Schultergelenk besteht aus dem Gelenkkopf (kugeliger Anteil) am Oberarmknochen und der Gelenkpfanne am Schulterblatt. Das Zusammenspiel des Deltamuskels (Armheber) und der Rotatorenmanschette ermöglicht das Anheben des Armes. Häufig kommt es durch Verschleiß zu einer Funktionsbeeinträchtigung der Rotatorenmanschette und einem Höhertreten des Oberarmkopfes. Das hat eine Verschiebung des Drehzentrums der Schulter nach oben zur Folge, wodurch die Kraft des Deltamuskels deutlich abnimmt. So entsteht die Bewegungseinschränkung beim Anheben des Armes.

Symptome

  • Schmerzen schränken den normalen Alltag ein
  • Nachtschmerz
  • Bewegungseinschränkung durch Schmerzen - der Arm kann seitlich häufig nur bis zur Horizontalen angehoben werden

Diagnostik

  • Ausschluss anderer Ursachen für den Schmerz
  • Klinische Untersuchung: Ausmaß der Bewegungseinschränkung, Funktionsverlust der Rotatorenmanschette
  • Röntgen
  • MRT
  • Computertomographie bei speziellen Fragestellungen

Was ist das Besondere an der inversen Schulterprothese?

Im Jahre 1985 hatte der Franzose Paul Grammont die geniale Idee, eine Schulterprothese zu entwickeln, bei der sich die Kugel nicht am Oberarmknochen, sondern an der eigentlichen Stelle der Gelenkpfanne befindet. Er hat also die Positionen von Pfanne und Kopf vertauscht, daher der Name inverse Prothese (umgekehrte Prothese – synonym werden auch die Bezeichnungen Grammont- oder Delta-Prothese verwendet). Durch diesen Trick wird das Drehzentrum sowohl in Richtung der Körpermitte als auch nach unten verschoben. So kann die Schulter durch die Muskelkraft des Deltamuskels besser bewegt werden, ohne dass die Rotatorenmanschette funktionieren muss.

Wie läuft die Operation ab?

 

Vorbereitung

Ist die Entscheidung für die Implantation einer inversen Schulterprothese gefallen, findet ein Aufklärungsgespräch mit dem Chirurgen statt. Hierbei werden der Ablauf der Operation, Komplikationsmöglichkeiten, Erfolgsaussichten und die Nachbehandlung besprochen. Der Patient hat die Möglichkeit, alle offenen Fragen rund um die Operation zu stellen. Ein weiteres Aufklärungsgespräch führt der Patient mit dem Anästhesisten.

Ablauf der OP

Die Operation erfolgt in sitzender Position (sogenannte Beach-Chair-Lagerung). Je nach individuellem Fall wählt der Operateur einen Hautschnitt seitlich oder vorne an der Schulter. Bei dieser minimal-invasiven Methode sind die Hautschnitte in der Regel höchstens 8-10cm groß. Der obere Anteil des Oberarmkopfes wird gekürzt. Danach wird die Gelenkpfanne vorbereitet und gefräst, um dann die Metallkomponente im Knochen zu verankern. Auf die Metallkomponente wird der kugelige Anteil der Prothese angebracht. Jetzt kann der Oberarmschaft fertig angepasst und danach der Prothesenschaft eingebracht werden. Die Fixierung erfolgt zementiert oder zementfrei. Auf dem Prothesenschaft wird dann der neue Pfannenanteil befestigt.

Nach der Operation

Noch im Operationssaal wird der Patient mit einer Armschlinge versorgt, die er 4 Wochen lang trägt. Über einen vorher eingelegten Wundschlauch kann das Wundwasser ablaufen. Dieser wird am Tag nach der Operation gezogen. Anschließend beginnt die Nachbehandlung durch die Physiotherapie.

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