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Hüftprothese

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Definition der Arthrose

Nicht entzündliche Veränderungen der Gelenke durch Degeneration von Knorpelgewebe und Neubildung von Knochen an den Gelenkflächen und -rändern.

Historie

Die ersten Versuche der Implantation einer Hüftprothese gehen bis ins Jahr 1821 zurück. Ab den 20er Jahren des folgenden Jahrhunderts wurden Materialien wie Elfenbein, Glas/Plexiglas, Kunststoff und Kobalt-Chrom-Molybdän-Legierungen ausprobiert. In den 50er Jahren entstanden die erste Schaftprothese aus Plexiglas und die erste Totalprothese,bei der beide Komponenten aus Metall waren. Sir John Charnley führte 1959/60 den Knochenzement ein und verwendete Polyethylen als Gleitpartner der Prothese. Seitdem sind die Grundzüge der Hüftendoprothetik unverändert, wenngleich fortschreitende Entwicklungen in den Bereichen Reibungslehre, Materialforschung, Biomechanik und operative Techniken gemacht und umgesetzt wurden.

Operationstechnik / Zugang zur Hüfte

Es existieren verschiedene Zugänge zur Hüfte, die jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile haben. Der hauptsächliche Nachteil aller klassischen Hüftzugänge ist eine mehr oder minder starke Ablösung der Muskulatur und/oder sogar die Durchtrennung von Knochen. Die große Herausforderung liegt für den Operateur darin, einerseits das Gelenk gut und vollständig einsehen zu können, um ausreichend Platz für das Einbringen der Implantate und die dazu notwendigen vor- und nachbereitenden Operationsschritte zu haben. Andererseits hat der Arzt den Anspruch, das Kapselgewebe und die Muskulatur bestmöglich zu erhalten bzw. zu schonen und die umgebenden Nerven und Blutbahnen zu schützen.

Moderne Zugänge (z.B.: anterolateral, nach Röttinger) gehen weichteilschonend mit kleinem Hautschnitt durch Muskellücken und können so diese Herausforderung meistern. Der Eingriff wird daher auch minimalinvasiv genannt. Das bei der Nutzung klassischer Zugänge häufig zu beobachtende Hinken von Hüftprothesenpatienten wird bei dieser Methode weitgehend ausgeschlossen. Weitere Vorteile sind die deutliche Reduzierung der Schmerzen nach der Operation und die schnellere Mobilisierung der Patienten.

Die Implantation einer Hüftprothese kann zementiert oder zementfrei erfolgen, in der go:h wird wenn möglich ausschließlich die zementfreie Methode genutzt, da dabei die Prothese im Knochen einwächst und sich die Prothese nicht mehr lockern kann.

Komponenten der Hüftprothese

Moderne Hüftprothesen bestehen aus mehreren Komponenten aus unterschiedlichem Material. So bestehen der Schaft, der im Oberschenkelknochen versenkt wird und als kurze oder lange Variante verfügbar ist, sowie die Pfanne (Schraubring oder Pressfit), die im Becken angebracht wird, aus Titan. Der Prothesenkopf ist aus Keramik, das Inlay für die Pfanne aus Polyethylen.

Nach der Operation

Die Patienten mit einer Hüft-Endoprothese können nach einigen Tagen an Gehstützen belasten. Eine volle Belastung ist – bei entsprechender Einhaltung des individuell abgestimmten Nachbehandlungsplanes – nach etwa 3-4 Wochen möglich.

Da die Hüftprothese aus verschiedenen Komponenten besteht, ist ein Austausch einzelner Teile - i.d.R. sind das Prothesenkopf oder -pfanne - relativ einfach möglich. Langzeitstudien zeigen jedoch, dass diese Notwendigkeit extrem selten besteht. So sind rund 95 von 100 Hüftprothesen nach 20 Jahren noch intakt. Eine angepasste Lebensführung mit moderater sportlicher Aktivität ist hierfür natürlich Voraussetzung.

 

Ursachen

  • Mechanische Ursachen (Fehlstellungen, Unfälle)
  • Durchblutungsstörungen (Hüftkopfnekrose, Morbus Perthes)
  • Chronische Polyarthritis

Symptome

  • Anlaufschmerz /-Steifi gkeit nach Ruhe
  • Nachtschmerz
  • Belastungs- und Ruheschmerz in Leiste, Gesäß, Oberschenkel
  • Bewegungseinschränkung
  • Gangstörung / Hinken

Risikofaktoren

  • Mechanische Fehlbelastung
  • Genetische Einfl üsse
  • Übergewicht

Diagnostik

  • Ausschluss anderer Ursachen für den Schmerz
  • Klinisches Bild
  • Untersuchung

Bildgebung

  • Röntgen
  • MRT bei speziellen Fragestellungen

Therapie

Konservativ / Physiotherapeutisch:

  • Bewegungstherapie
  • Entspannung
  • Medikamente
  • Akupunktur
  • Medi-Taping
  • Ernährung
  • Psychologische Behandlung
  • Hilfsmittelversorgung
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • Manuelle Therapie
  • Medizinische Trainingstherapie
  • Krankengymnastik
  • Physikalische Therapie

Operativ:

  • Stadiengerecht
  • Korrektur von Deformitäten
  • In früher Phase arthroskopische Eingriffe möglich
  • In später Phase ggf. Hüft-Vollprothese
  • (TEP = Totalendoprothese)

Patienteninformationsflyer

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