Knie-Totalendopro­these

Für wen kommt sie infrage?

Für Menschen mit fortgeschrittener Arthrose (Gelenkverschleiß) in mehreren Abschnitten, Streck- und Beugedefizit und/oder Fehlstellung des Kniegelenks. Meistens geht dieser Verschleiß einher mit einem Verlust des vorderen und/oder hinteren Kreuzbandes.

Ziel und Wirkung

Vorrangiges Ziel der Implantation einer Knie-Vollprothese sind die Schmerzfreiheit und Belastbarkeit der Patienten im Alltag. Die Technik der Knieprothese erlaubt eine Korrektur auch schwerer Achsenfehlstellungen und vielfach eine Wiederherstellung der Streckfähigkeit des Kniegelenks.

Die Ergebnisse der Knieprothese sind bei fortgeschrittenen und schweren Arthroseformen sehr gut und sie ist seit mehr als 20 Jahren nicht aus dem Behandlungsspektrum wegzudenken. Die Auswahl der geeigneten Patienten spielt dabei eine wichtige Rolle.

Die Prothesensysteme haben heutzutage eine extrem lange Lebensdauer, so dass Implantaterneuerungen sehr selten vorkommen. Da es sich um ein Kunstgelenk handelt, müssen Bewegung und Wahrnehmung des Gelenks neu erlernt werden. Dies geschieht im Rahmen Ihrer Nachbehandlung (s.u.).

Symptome und Ursachen

Ein Gelenkverschleiß am Knie äußert sich meistens durch Schmerzen, oft verbunden mit Schwellung, Ergussbildung und gegebenenfalls einer Einsteifung des Gelenks. Ursachen können Verletzungen, Meniskusentfernungen oder anlagebedingte Fehlstellungen des Beines sein. Auch genetische Faktoren können eine Rolle spielen.

Diagnostik

Während Ihres Termins führen wir eine gründliche Untersuchung Ihres Kniegelenks durch. So werden die Beweglichkeit des Gelenks und das Gangbild geprüft. Bedarfsweise werden bei fortgeschrittener Arthrose Röntgenbilder unter Belastung (Druck von oben, wie z.B. Körpergewicht) sowie eine Ganzbeinaufnahme angefertigt.

Wie läuft die Operation ab?

Vorbereitung

Ist die Entscheidung für die Implantation einer Knie-TEP gefallen, findet ein Aufklärungsgespräch mit dem Chirurgen statt. Hierbei werden der Ablauf der Operation, Komplikationsmöglichkeiten, Erfolgsaussichten und die Nachbehandlung besprochen. Sie haben die Möglichkeit, offene Fragen rund um die Operation zu stellen.

Das viel diskutierte Thema Krankenhaushygiene wird bei uns und unseren Kooperationspartnern großgeschrieben. So werden bereits im Vorfeld alle notwendigen Maßnahmen durchgeführt (u.a. MRSA-Test), um Infektionen zu verhindern. Gerne sprechen wir bei Bedenken mit Ihnen auch über dieses Thema.

Ein weiteres Aufklärungsgespräch führen Sie mit dem Anästhesisten. Wir legen sehr großen Wert auf unsere bewährte enge Zusammenarbeit mit der Anästhesie und Schmerztherapie sowie der Physiotherapie. Durch detaillierte Aufklärung des Patienten und enge Abstimmung mit ihm und allen Beteiligten wird eine relativ schnelle Genesung und Rückkehr in den Alltag gefördert.

Ablauf der OP

Wir nutzen eine während der letzten Jahre entwickelte Knieprothese, die speziell auf die Bedürfnisse europäischer Patienten angepasst ist. Zudem nutzen wir für die Operation neu entwickelte Instrumente, mit denen relativ kleine Hautschnitte möglich sind.

Wir sehen bei der Implantation das Kniegelenk als Ganzes. Es wird also nicht lediglich der Knochen so lange zurechtgeschnitten, bis die Prothese hineinpasst, sondern auch alle Weichteile des Knies wie Bänder, Sehnen und Knorpel werden berücksichtigt. So werden die Bewegungsmechanik und die Spannung der Bänder laufend getestet, damit die Prothese individuell optimal an das Kniegelenk angepasst wird, und nicht das Knie an die Prothese.

Die Prothese bildet am Ende die Oberflächen von Ober- und Unterschenkel ab und wird durch die eigenen Sehnen und Muskeln geführt. Der Kapsel-Seitenband-Apparat und die Kniescheibe bleiben erhalten.

Nach der Operation

Nach der Operation bleiben Sie für etwa sieben Tage im Krankenhaus. Sie erhalten eine täglich individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Schmerztherapie und Physiotherapie. An den stationären Aufenthalt schließt sich eine dreiwöchige stationäre oder ambulante Rehabilitation an. Einen individuellen Nachbehandlungsplan geben wir Ihnen bei Entlassung mit.

Sie können Ihr Kniegelenk bereits postoperativ für kurze Strecken belasten, da die von uns verwendete Prothese mit Knochenzement fixiert wird. Für circa vier Wochen lang empfehlen wir die Nutzung von Unterarmgehstützen. Dann dürften Sie Alltagsbelastbarkeit erreicht haben.

Weitere selbständige Übungen, gegebenenfalls unterstützt durch Physiotherapeuten, sind dann noch empfehlenswert. Es tritt erfahrungsgemäß bis zu einem halben Jahr nach der Operation noch eine wesentliche Verbesserung von Funktion und Beweglichkeit ein.

Patienteninformations-Flyer

Hier können Sie einen Blick in unseren Patienteninformations-Flyer zur Thema "Totalendoprothese" werfen

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In der aktuellen Ausgabe des "FOCUS" (14/18) ist die Ärzteliste 2018 aus den Bereichen Sportorthopädie, Knie- und Schulterchirurgie erschienen.

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offene Stellenanzeige go:h


Die go:h Gelenkchirurgie Orthopädie Hannover
(Prof. Lobenhoffer, PD Dr. Agneskirchner, Dr. Tröger, Dr Kley)
sucht zu sofort
eine/n Mitarbeiter/in für die Assistenz im OP
 
Ih …

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Am 20. und 21. April 2018 findet in Hannover der 8. RSA (Reverse Shoulder Arthroplasty) Course unter der wissenschaftlichen Leitung von PD Dr. med. Jens D. Agneskirchner …

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Am 26. und 27. Januar 2018 fand in Hamburg die "3rd International Shoulder Arthroplasty Conference: The Glenoid 2018" statt.

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