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Hüftprothese

Interview mit Herrn S., 46 Jahre, bekam Hüftprothese im Oktober 2013

Wie sind Sie auf unsere Praxis bzw. auf unseren Arzt aufmerksam geworden?

Die Diagnose „Hüftarthrose beidseits, rechts stärker ausgeprägt“ wurde bei mir im Jahr 2000 gestellt, so dass ich mit dem Fußball-Spielen aufhören musste. Im Sommer 2013 habe ich meinem Hausarzt signalisiert, dass die OP nach nunmehr 13 Jahren nicht weiter aufgeschoben werden kann und ihn um Empfehlung einer kompetenten Klinik gebeten - ich bekam von ihm die Kontaktdaten von go:h zugesandt, habe mich telefonisch bei Ihnen gemeldet und bereits zwei Wochen später einen Untersuchungstermin bekommen.

Welche Symptome hatten Sie direkt vor der Operation?

Dauerschmerz im Hüftgelenk, auch in Ruhephasen; Wärmflaschen und -kissen wirkungslos. Hinkender Gang. Schlaflosigkeit. Ausstrahlender Schmerz in das rechte Knie und ISG. Schmerzhafte Verhärtung der rechten Oberschenkelmuskulatur. Einige Male (ausschließlich in Ruhephasen auf dem Sofa oder im Bett) heftiges, ungewolltes Zucken des rechten Beines, dabei Hervorrufen stechender Schmerzen im Hüftgelenk.

Wie haben diese Symptome Sie im täglichen Leben eingeschränkt und wie haben Sie sich dabei gefühlt?

Die Einschränkungen im täglichen Leben habe ich zum Ende hin als massiv und nicht länger hinnehmbar empfunden, einhergehend mit deutlicher Herabsetzung des Leistungsvermögens und der gesamten Lebensqualität.

Konkret erwähnenswert sind m. E. zumindest folgende Einschränkungen:

  • Es war zum Schluss nicht mehr möglich, auch nur einen einzigen Meter im Laufschritt zu bewältigen, um z.B. einen Bus noch erreichen zu können.
  • Ich hatte mich über die Jahre mit Fahrradfahren einigermaßen fit gehalten. In 2013 war vor der OP jedoch an sportliche Aktivitäten überhaupt nicht mehr zu denken, sondern ich habe meine Freizeit überwiegend vor dem Fernseher sitzend verbringen müssen (und dabei natürlich Süßigkeiten gegessen und auch mein Bierchen getrunken). Dies hat zu einer deutlichen Gewichtszunahme und Unzufriedenheit mit mir selbst geführt. In Verbindung mit den Schmerzen habe ich auf mein persönliches Umfeld teilweise recht unwirsch gewirkt.
  • Ich bewohne mit meiner Frau und meiner 10jährigen Tochter ein Einfamilienhaus. Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten – selbst das Rasenmähen – musste ich auf das absolut notwendige Minimum reduzieren; es war mir nicht mehr möglich, Haus und Grundstück meinen eigentlichen Vorstellungen entsprechend vernünftig in Schuss zu halten.
  • Es war auch nicht möglich, mit meiner Tochter herumzutollen oder gemeinsam mit meiner Familie Freizeitaktivitäten zu entwickeln. Ein Negativ-Erlebnis in dieser Hinsicht war der Besuch der IdeenExpo auf dem Messegelände, bei der ich es gerade einmal vom Parkplatz bis in die Halle geschafft habe, dort meiner Frau und meiner Tochter mitteilen musste, dass die Veranstaltung für mich beendet ist, mir eine Sitzgelegenheit gesucht habe und mich dort von beiden später wieder abholen lassen musste.
  • Mein persönlicher Anspruch war derjenige, die OP nicht durch temporäre oder permanente Einnahme von Schmerzmitteln noch weiter hinauszuzögern. Insofern habe ich zum Schluss Dauerschmerzen gehabt und konnte weder ein- noch durch- schlafen, so dass ich teilweise übermüdet an meinem Arbeitsplatz gesessen habe.
  • Ich habe in diesem Jahr mein Motorrad kaum genutzt, da sowohl das Anfahren (das Heben des rechten Fußes vom Boden auf die Fußraste) als auch das Fahren (Anlegen des rechten Oberschenkels an den Tank) die ohnehin vorhandenen Schmerzen noch verstärkt haben. Außerdem hat die Motorrad-Bekleidung durch die Gewichtszunahme nicht mehr gepasst.

 

Ich habe mich insgesamt sehr unzufrieden gefühlt; das Wissen, meinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden zu können, hat ein Minderwertigkeitsgefühl hervorgerufen.

Bei wie vielen Ärzten waren Sie mit Ihren Symptomen?

Zur Diagnosestellung und deren Absicherung bei 2 Ärzten (im Jahr 2000), danach erfolgte ausschließlich die Begleitung durch den Hausarzt bis zur Vorstellung bei go:h.

Welche OP-Empfehlung gab es von anderen Ärzten, falls überhaupt?

Neben der Empfehlung, die OP so lange wie möglich aufzuschieben, wurde mir davon abgeraten, einen McMinn-Oberflächenersatz implantieren zu lassen, für den ich mich zeitweise interessiert hatte.

Welche Infos hatten Sie überhaupt zu Ihrer Diagnose?

Ich war von Anfang an darüber informiert, dass die Erkrankung auf einer degenerativen Veränderung des Knorpels im Hüftgelenk beruht und dass dieser Prozess zwar teilweise stagniert, jedoch nicht umkehrbar ist, demnach unaufhaltsam weiter fortschreitet und zwangsläufig in eine Hüft-TEP-OP mündet.

Welche Zweifel und Ängste hatten Sie in Bezug auf eine mögliche OP?

Zweifel und Ängste waren eher allgemeiner Natur, z.B. dass ich aus der Narkose nicht mehr aufwachen würde, dass bei der OP „irgendetwas schieflaufen“ würde und dass ich nach der OP noch genausoviele Schmerzen haben würde wie vor der OP - allesamt nicht unbedingt sachlich, für einen Patienten aber vielleicht auch nicht zu vermeiden, weil eine OP halt nicht zum Alltäglichen gehört.

Warum haben Sie sich für Kristian Kley als Operateur entscheiden?

Herr Kley war der seitens go:h für mich vorgesehene Arzt – vermutlich aufgrund des Umstandes, dass er auf Hüftgelenke spezialisiert ist. Insofern habe ich mich zunächst nicht aktiv für Herrn Kley entschieden bzw. entscheiden können.

Ich fühlte mich jedoch von Anfang an „in guten Händen“, obwohl ich zunächst überrascht war, auf einen so jungen Arzt zu treffen. Beeindruckt hat mich sein Umgang mit mir:
freundlich, verbindlich, kompetent und vor allen Dingen interessiert. Interessiert an der Person, die dort vor ihm sitzt und gesundheitliche Probleme hat. Darüber hinaus hat es mir imponiert, dass mir Herr Kley gefühlte 0,8 Sekunden nach Betrachtung des erstellten Röntgenbildes die Diagnose des terminalen Stadiums eröffnet hat (die mir aus eigener Erfahrung ja bereits bekannt war) – er wirkte in dem Moment betroffener als ich, möglicherweise aufgrund meines vergleichsweise jungen Alters für einen Hüft-TEP-Patienten. Spätestens in diesem Moment war mir völlig klar, dass ich an die richtige Praxis und den richtigen Arzt geraten war. Rückblickend empfinde ich es auch als sehr angemessen, dass Herr Kley mich „nach Hause geschickt hat“, um das Untersuchungsergebnis mit meiner Frau zu besprechen, obwohl ich am liebsten sofort einen OP-Termin vereinbart hätte. Dies zeugt umso mehr davon, dass der Patient ernstgenommen wird und Gelegenheit erhält, seine Entscheidung weiter reifen zu lassen.

Was hat den endgültigen Ausschlag gegeben, sich operieren zu lassen?

Der Leidensdruck. Die Entscheidung, mich operieren zu lassen, stand schon zu dem Zeitpunkt fest, als ich mich mit dem Ansinnen an meinen Hausarzt gewandt habe (siehe erste Frage/Antwort). Die OP war schlichtweg unvermeidbar und auch nicht weiter aufschiebbar.

Welche Gefühle hatten Sie vor der Operation?

In den Wochen vor der OP habe ich versucht, gedanklich die Vorfreude auf das „Leben danach“ in den Vordergrund zu stellen, um keine Nervosität aufkommen zu lassen. In meinem Bekannten- und Verwandtenkreis sind mehrere Personen mit einer Hüft-TEP versorgt, die alle berichten, dass es ihnen besser oder viel besser geht als vorher. Warum also sollte es mir dann nicht sehr viel besser mit einer Hüft-TEP gehen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass Herr Kley mir verdeutlicht hatte, dass Sport nach der OP nicht nur möglich, sondern ausdrücklich erwünscht sein würde? Am Tag der Aufnahme im Krankenhaus war ich überrascht darüber, nicht allzu nervös zu sein, am Tag der OP hatte ich keine Zeit mehr dazu.
Klasse fand ich, dass ich Herrn Kley vor der OP (als die Anästhesisten bereits ihre Arbeit begonnen hatten) noch sehen konnte. „Keine Sorge, das kriegen wir schon hin“, waren seine Worte in meine Richtung. Das hat mich beruhigt und mir Mut gemacht.

Was wussten Sie vorher über den Ablauf der OP?

Herr Kley hatte mir sowohl die Prothesen-Technik am Modell einer TEP als auch das Vorgehen (Hautschnitt, Freilegen des Gelenks, Abtrag des Knochens, Einsatz der Komponenten) kurz, prägnant und eingehend erklärt und dabei meine Fragen zur Dauer der OP und des KH-Aufenthaltes beantwortet, bevor ich diese überhaupt stellen konnte.

Wie empfanden Sie die Betreuung und Information durch den Arzt vor und nach der Operation?

Vor der OP: tip-top! Wie bereits beschrieben, fühlte ich mich von Anfang an sehr gut aufgehoben. Herr Kley hat bei aller Kompetenz immer das Gefühl vermittelt, dass der Mensch für ihn im Vordergrund steht. Nach der OP: tip-top-tip-top! Ich war sehr erstaunt, dass Herr Kley am Tag nach der OP um etwa 18.00 Uhr (es war ein Freitag!) plötzlich in mein Zimmer kam, sich nach meinem Befinden erkundigt hat, mit mir Übungen durchgeführt und mich sogar erste Schritte laufen lassen hat. Damit nicht genug, sogar am Wochenende hat er reingeschaut und das Ganze noch mal wiederholt. Fantastisch!

Wie haben Sie sich direkt nach der OP gefühlt?

Einerseits erleichtert, dass ich die OP hinter mir hatte, andererseits unsicher, weil ich nicht wusste, wie das OP-Ergebnis aussehen würde. Als sehr wohltuend habe ich empfunden, dass ich während der gesamten Zeit keine Schmerzen hatte.

Was haben Sie gefühlt, als Sie zum ersten Mal das OP-Ergebnis gesehen haben?

Soweit die Frage die Narbe betrifft, war ich froh, dass die Pflaster-Strips trocken waren und die Wunde demnach nicht genässt hat. Wenn ich als „OP-Ergebnis“ betrachte, wie ich mich gefühlt habe, als mir richtig bewusst wurde, dass ich von nun an bis an mein Lebensende ein künstliches Hüftgelenk haben werde, muss ich sagen, dass ich mich sehr viel besser gefühlt habe, als ich es gedacht hatte. Ich hatte im Vorfeld davon gelesen, dass sich bei manchen Patienten ein unangenehmes Amputationsgefühl einstellen kann – bei mir Fehlanzeige. Und von der Tatsache, dass mich Herr Kley am Tag nach der OP ermutigt hat, einige Schritte ohne Gehstützen zu laufen, war ich schlichtweg begeistert.

Wie schnell waren Sie nach der OP wieder fit?

Superschnell. Ich habe mich bereits ab dem Folgetag der OP ohne Gehstützen im Zimmer bewegt und nach etwa 4 oder 5 Tagen auf die Gehstützen auch auf dem Krankenhausflur weitestgehend verzichten können. Nach Ankunft in der AHB (9. Tag post-OP) waren keinerlei Schmerzmittel mehr erforderlich.

Wie schnell konnten Sie sich wieder im Alltag zurechtfinden?

Unmittelbar nach Entlassung aus der AHB, 4 Wochen nach der OP. Ich

  • kann sämtliche Arbeiten im Haushalt ausführen
  • kann absolut sicher Auto fahren
  • fahre mit dem Fahrrad zur Krankengymnastik
  • verrichte leichte Gartenarbeit (Laub harken)
  • kann beschwerdefrei auf allen vier Seiten schlafen (ohne Beinkissen)
  • tobe mit meiner Tochter im Schwimmbecken (moderat)
  • unternehme Spaziergänge mit meiner Frau.

 

Zur Haus- und Gartenarbeit ist anzufügen, dass mir auch mehrstündige Tätigkeiten keine Probleme bereiten.

Wie hat Ihr Umfeld auf das OP-Ergebnis reagiert?

Im doppelten Sinn positiv überrascht. Einerseits herrscht allgemein die Erwartung, dass man nach einer Hüft-OP wochen- bzw. monatelang auf Gehhilfen und weitere fremde Hilfe angewiesen ist, andererseits bemerken Personen aus meinem persönlichen Umfeld, dass ich ihnen gegenüber nicht mehr unzufrieden, unwirsch und unnahbar wirke, sondern eher freundlich und umgänglich, wie sie es aus früheren Zeiten von mir gewohnt waren.

Wie zufrieden sind Sie mit dem OP-Ergebnis?

Der Begriff „zufrieden“ beschreibt nicht einmal ansatzweise meine persönliche Bewertung der OP. Ich denke schlichtweg, es ist absolut perfekt gelaufen. Punkt. Ich bin dankbar für jeden Tag, weil ich schmerzfrei bin. Und dankbar für jede Nacht, weil ich problemlos ein- und durchschlafen kann.

Würden Sie diese Operation wieder machen lassen?

Sofort. Mir ist bekannt, dass auch in meiner anderen Hüfte eine Arthrose fortschreitet; bislang allerdings nicht von Einschränkungen im Alltag bzw. Schmerzen begleitet. Sobald die zu erwartenden Schmerzen dauerhaft auftreten, werde ich nicht zögern, mich einer weiteren OP zu unterziehen.

Wie fühlen Sie sich heute?

Glücklich, sehr, sehr glücklich. Und unendlich dankbar – gegenüber der go:h, insbesondere natürlich Herrn Kley, aber auch gegenüber dem Personal im Clementinenhaus. Das ist ein grandioses Paket, das Sie mir da eingepflanzt haben. Möge es lange halten.

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